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Jungholz im Tannheimer Tal

Die Geschichte von Jungholz

Urbar gemacht wurde das Gebiet von Jungholz durch Untertanen von Rettenberg und Montfort als mittelalterliche Ausbausiedlung seitens des Allgäus.

Die Kuriosität um Jungholz hat am 24.Juni 1342 begonnen, als ein Tiroler Untertan namens Heinz Lochpyler aus Tannheim das „Guet Junckholtz” von dem Wertacher Hermann Häselein kaufte. Heinz Lochpyler gehörte nämlich der Marktgenossenschaft Tannheim an und war somit auch dorthin steuerpflichtig.

Ein mehr als 100 Jahre dauernder Streit begann: Gehört Jungholz nun zu Tirol oder zum damaligen Hochstift Augsburg? Nachdem Generation um Generation ihre Steuern nach Tirol abführten kam Jungholz wider alle geographischen Gegebenheiten zu Tirol.

Als Tirol von 1806 bis 1814 zu Bayern gehörte verabsäumten die Bayern es damals, Jungholz für sich zu beanspruchen. So fiel Jungholz 1814 wieder zurück an Tirol.

Seine endgültigen Grenzen und die volle Zuerkennung zur Landeshoheit Österreichs erhielt die Gemeinde Jungholz allerdings erst im Grenzregulierungs- und Staatsvertrag von 1844 und 1850. Der Zollvertrag, der Jungholz wirtschaftlich an Deutschland anschließt besteht erst seit dem 3.Mai 1868. Wirtschaftlich war Jungholz daher bis zum 31.12.1994 deutsches Zollanschlußgebiet. Mit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union am 1.1.1995 sind alle Zollanschlußgebiete weggefallen. Bis zur Euro Einführung am 1.1.2002 war in Jungholz ausnahmslos die Deutsche Mark offizielles Zahlungsmittel.

Nach wie vor hat Jungholz 2 Postleitzahlen: 6691 für Österreich und 87491 für die deutsche Post. Erst am 1.Juli 2003 wurde die deutsche Vorwahl (08365) von der deutschen Telekom aufgelassen. Selbst für die Polizei gibt es Sonderregelungen, die es ihnen erlaubt, in voller Montur, mit dem Dienstfahrzeug und bewaffnet 20 km weit über deutsche Landesstrassen aus Grän zu kommen, um in Jungholz nach dem Rechten zu sehen.

In der Christnacht 1901 brannte in Jungholz erstmals elektrisches Licht.

1954 wurde das neue Amtsgebäude fertiggestellt, das noch heute Gemeindeverwaltung, Tourismusbüro, Kindergarten und Schule beherbergt. In der Dorfschule werden alle Kinder gemeinsam in einer Klasse währender der ersten 4 Jahren unterrichtet.

1965-1972 erstellte die Gemeinde die zentrale Wasserversorgung sowie 1979 – 1985 die eigene Kläranlage. 1993 wurde das neue Feuerwehrhaus als Mehrzweckgebäude fertiggestellt. Es dient seitdem als Schützenhaus, Turnhalle für Schule und Kindergarten, Proberaum für die Musikkapelle und wird immer wieder bei Festen wie dem Nikolausnachmittag von der Dorfgemeinschaft genutzt.

Die Jungholzer leben traditionsgemäß von Milch- und Viehwirtschaft, vom Bankengewerbe und natürlich vom Tourismus, der in Jungholz eine lange Tradition hat. Bereits zu Beginn des 20 Jahrhundert sind die Anfänge des Tourismus zu erkennen. In den 30iger Jahren kam dann der große Schritt im Dorf, sich dem Tourismus zu verschreiben. Bereits in dieser Zeit gab es pauschale Winterangebote, die man heute mit “all inclusiv” Paketen vergleichen könnte. Nach einer Unterbrechung während des zweiten Weltkrieges setzte der Tourismus danach mit ungeahnter Dynamik wieder ein. Nicht zu letzt ist dieser Erfolg sicherlich auf die Bemühungen der Jungholzer Skilifte zurückzuführen: bereits am 12.Dezember 1948 wurde der erste Skilift in Betrieb genommen. Er war damals der längste Skilift im Allgäu.

Weitere Informationen zu Jungholz im Tannheimer Tal finden Sie auch bei Wikipedia.

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